1126 Erste urkundliche Erwähnung der Insel Nonnenwerth. Gegründet wurde das Frauenkloster der Benediktinerinnen von Erzbischof Friedrich I. von Köln und Abt Cuno von Siegburg
1148 Die Benediktinerinnen führen zusätzlich ein kleines Krankenhaus (St.-Nikolaus-Hospital in Rolandeck) auf der linken Rheinseite.
1338 Der englische König Eduard III. besucht die Insel Nonnenwerth im Rhein.
1477 Ein großer Teil des Hauses wird im Burgundischen Krieg zerstört.
1481 Eine neue Kapelle wird errichtet.
1507-1547 Während der Regierungszeit der Äbtissin Gertrudis von Büchel besucht der Kaiser Maximilian I. Nonnenwerth
1508 Die Benediktinerinnen erhalten von Maximilian I. eine Urkunde, die ihren Besitz bestätigt.
1632 Eine schwedische Abteilung verwüstet einen großen Teil der Insel, unter anderem auch die Grabsteine in der Kirche.
1773 Ein Brand zerstört das Kloster mit dem Wohngebäude.
1776 Beides ist wieder aufgebaut worden.
1794 Die französischen Revolutionstruppen marschieren ein und säkularisieren das gesamte Kloster.
1804 Die Benediktinerinnen erhalten von Napoleon (persönlich) das Recht, bis zu ihrem Tode auf der Insel zu wohnen.
1815 Preußen übernimmt die Insel
1821 Die Insel wird versteigert und an den Gastwirt Sommer verkauft, die sechs letzten Benediktinerinnen müssen die Insel verlassen. Der Gasthof beherbergt immer wieder bekannte Personen, so z.B. Ernst Moritz Arndt, Karl Simrock, Ferdinand Freiligrath. Ein besonders berühmter Gast ist der Komponist Franz Liszt.
1835 Das Hotel bringt nicht die erhofften Einnahmen, bleibt aber in Sommers Besitz.
1841 Am 22. Oktober ist der Geburtstag von Franz Liszt. Er lädt am Vorabend viele Gäste ein und pflanzt eine Platane, die heute noch der höchste Baum der Insel ist.
1845 Die Hauptgläubigerin des verschuldeten Gastwirts Sommers, Frau Geheimrat von Cordier, übernimmt nun die Insel.
1846 Frau von Cordier liegt im Sterben und trägt an ihre Kinder die Bitte heran, das ehemalige Kloster seiner Bestimmung zurückzugeben.
1848 Fräulein Anna von Proff aus Honnef erwirbt die Insel. Frau von Cordiers Tochter Auguste trägt sich mit dem Wunsch, auf der Insel ein Pensionat zu gründen.
1853 Auguste begegnet der Stifterin der Franziskanerinnen von Heythuysen (Holland), Magdalena Damen.
1854 Auguste von Cordier wird Leiterin der Schule und des Internates, Nonnenwerth schließt sich an die Schwestern von Heythuysen an.
1874 In diesem Jahr landen die ersten drei Nonnenwerther Schwestern mit der Generaloberin Mutter Aloysia Lenders im Hafen von New York.
1879 Die Schwestern müssen sich wegen des Kulturkampfes in ihr Exil in den Niederlanden zurückziehen.
1891 Rückkehr der Schwestern nach Nonnenwerth
1914-1918
1939-1945
Während beider Weltkriege werden Lazarette auf der Insel eingerichtet. Im Zweiten Weltkrieg beherbergt die Insel auch das Ausweichkrankenhaus der Universitätsklinik von Köln. In dieser Zeit bewahren die Franziskanerinnen etwa 200 Geisteskranke und Kinder vor der Vergasung durch die Nazis.
1941 Die Schule wird von der NS-Regierung geschlossen.
1945 Die Schule wird wiedereröffnet, Schulleiterin wird Schwester Evodia Wolff.
1972 Schwester Bernhardine Rahsskopff wird Schulleiterin.
1978 Mit Oberstudiendirektor Rolf Vorderwülbecke bekommt die Schule erstmals einen weltlichen Schulleiter. In diesem Jahr wurden auch die ersten Jungen aufgenommen.
1982-1985 Die Schule wird um- und ausgebaut. Sie bekommt neue naturwissenschaftliche Räume, Außensportanlagen, eine neue Turnhalle. Es entstehen zusätzliche Fachräume für Musik und Kunst Alle Klassen- und Fachräume, die Verwaltungszimmer und das Lehrerzimmer werden gründlich renoviert.
1983 Das Internat wird endgültig geschlossen.
1985 Feierliche Übergabe der Um- und Erweiterungsbauten.
1991 Das kleine klostereigene Boot wird durch eine große Fähre ersetzt. Das Klostermuseum wird eröffnet und informiert über die bewegte Geschichte Nonnenwerths.
2001 Als neue Schulleiterin wird Frau Barbara Michels verpflichtet.   www.nonnenwerth.de

Ich steh' und heische: Jeder einen Stein!

 

Der Rolandsbogen als Ort des lyrischen Schaffens findet in den Werken des Dichters Ferdinand Freiligrath beachtlichen Ausdruck. In den Werken kommt eine Verbundenheit mit den geographischen Besonderheiten des Rheinlands zum Ausdruck, welche Freiligrath zu einem begeisterten Wanderer werden ließ;.

Die Begegnung Freiligraths mit dem Rolandsbogen war nicht nur lyrischer Natur. Die gesamte Episode des Einsturzes mit anschließender Restauration und dem zwar lyrisch verfassten Appell zum Wiederaufbau, hatte vor allem eine gesellschaftspolitische Komponente. In dieser Hinsicht warb Freiligrath einerseits mit dem poetischen Erbe des Rheinlandes, wobei das Ziel seines Engagements die Eigenmächtigkeit des Volkes zu fördern war. So verband sich der romantische Gedanke an den Erhalt des Rolandbogen, mit einer Gemeinschaftsaktion, die zu Zeiten der Monarchie nicht selbstverständlich war.

Wiederaufbau des Rolandsbogen 

Bereits 1839 hegte Ferdinand Freiligrath den Wunsch "unter Rolandseck" zu wohnen, wie aus einem Brief an Ignaz Hub hervorgeht. Nachdem sich Freiligrath in Unkel niedergelassen hatte und bereits weite Teile des umliegenden Rheinlands zu Fuß erkundet hatte, zog es ihn für einen kleinen Aufenthalt nach Köln. Was ihm durch den Aufenthalt dort entging war, das der Rolandsbogen in einer stürmischen Nacht vom 28. bis 29. Dezember 1839 eingestürzt war.

Die Meldung über den Einsturz desselben fand sich in der Ausgabe vom 8. Januar 1840 der Kölnischen Zeitung im Gepäck der Postkutsche, mit der Freiligrath auf dem Weg zurück nach Unkel fuhr. Daher traf ihn der Anblick des eingestürzten Rolandsbogen, der ihm bis dahin bereits zu einem Ort süßer Erinnerungen wurde, unvermittelt und hart. Es war, wie er selber in seiner "Baurede [für Rolandseck]" beschreibt seinem aufbrausenden Begehren zuzuschreiben als kühler Überlegung den Rolandsbogen wiederherzustellen.

So bezeichnet er sich als "dreist Poetenblut", "Nach Mögen und nach Dürfen frug er im Eifer nicht." Dies im Hinblick auf die sich anbahnende Kontroverse mit der Eigentümerin Rolandsecks der Prinzessin Wilhelm von Preußen. In damaligen Protokoll wäre es ein unverschämtes Eingreifen in die Angelegenheiten der Monarchin gewesen, die Restauration ihrer Besitztümer zu erwirken.

Dennoch legten sich die Wogen in den Ereignissen, die Freiligraths ungestümen Spendenaufruf in Gedichtform in der Kölnischen Zeitung vom 12. Januar 1840 folgten. Marianne Prinzessin Wilhelm von Preußen willigte dem Plan ein, die Ruine mit Spendengeldern aufzubauen, und spendete im Gegenzug 500-600 Taler an die Schule in Rolandswerth. In einer Phase von persönlichen Krisen gebeutelt, sah es zunächst so aus, als hätte Freiligrath die Lust am Wiederaufbau des Fensterbogens verloren. So gab es auch Differenzen wie der Bogen nun wiederhergestellt werden soll. Der Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner befürwortete eine Ausrichtung des Bogens mit Blick auf den Drachenfels und das weitere Rheintal, während Freiligrath, offensichtlich der Realität widersprechend, im Vorwort seines "Rolandsalbums" vom ursprünglichen Standort mit Blick auf die Insel Nonnenwerth sprach.

Begegnung dokumentiert

Mit ihrem Buch "Ferdinand Freiligrath und der Rolandsbogen" leisten die Herausgeber Horst Eckertz und Kurt Roessler einen umfangreichen Beitrag zur Begegnung Freiligraths mit dem Rolandbogen. So wird in einem ausführlichen Aufsatz von Kurt Roessler in Briefen Ferdinand Freiligraths die gesamte Episode des Aufbaus des Rolandsbogens beschrieben.

Hier kommt zum Ausdruck, wie der Dichter sich bewegt sah um private Spenden zu bitten, und wie es im weiteren Verlauf zu Schwierigkeiten in der Ausführung des Projekts kam. In weiteren Aufsätzen findet der Leser detaillierte Informationen zur Errichtung des Freiligrath Denkmals und der Werdegang der Gastronomie neben dem Rolandsbogen. Abgerundet wird das Buch mit biographischen Informationen Freiligraths und einer Bibliographie.

C. Spanier

Quelle: Remagener Chronik Nr. 41/2001

Über 10 Jahre www.rolandswerth.de im neuen Style

Im Jahr 2001 stellte Hendrik Strube, der damals noch in Rolandswerth wohnte und selber eine Firma für Webhosting betreibt, die Seite www.rolandswerth.de ins Netz. Auf dieser Seite waren damals erste Informationen über das Dorf und seine Geschichte, sowie über Feuerwehr, Unternehmen und Termine zu finden.


So sah die Startseite von www.rolandswerth.de noch bis 2004 aus.
Als Hendrik Strube im Jahr 2004 nach Berlin zog, bot er dem damaligen Ortsvorsteher Rudolf Schönenborn die Webseite an. Rudi nahm das Angebot dankend an. Seitdem zeichnet er sich für den redaktionellen Teil verantwortlich. Für die technische Umsetzung sowie das Design konnte er Sebastian Schmitz begeistern.
Beide zusammen sorgen bis heute für einen einwandfreien Betrieb der Seite und aktuelle Informationen.

Pünktlich zum 16. Geburtstag von Rolandswerth.de hält eine neue Technik Einzug in die Homepage.
Nachdem die alte Seite 10 Jahre lang "von Hand" gepflegt und programmiert wurde, haben wir nun auf ein neues System umgestellt.
Dadurch haben wir jetzt die Möglichkeit, Änderungen und Aktualisierungen auch ohne spezielle Software durchzuführen.

Startseite von 2004 bis 2015

Der Rolandsbogen

Der Rolandsbogen, hoch über Rolandswerth gelegen ist der Überrest einer alten Burg. Die Burg lies Erzbischof Friedrich I. von Köln 1122 erbauen. 1475  von den Kaiserlichen im Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund erstürmt und zerstört, nur der besagte Bogen blieb erhalten. 
Sage und Geschichte ranken sich jedoch um Ritter Rolands Burg. Darin will er mit seiner Liebe leben, mit Hildegund, der Tochter des Drachenfelsritters Heribert. Doch Hildegund erhält Kunde, dass ihr Roland auf einem Feldzug getötet worden wäre. Die Braut geht aus Trauer ins Kloster Nonnenwerth. Aber Roland lebt. Nun ist es ihm für immer versagt, seine Hildegund in die Arme zu schließen. Ihm bleibt nur, die Geliebte aus einem Fenster der Burg Rolandseck von Ferne zu sehen.
Der Germanist Karl Simrock sieht in der Sage die schönste des Rheinlands und vergleicht sie mit „Romeo und Julia".
Am 28. Dezember 1839, es ist in stürmischer Nacht, stürzt der Rolandsbogen ein. Am 12. Februar 1840 erscheint Ferdinand Freiligraths Gedicht „Ich stehe bittend da; ich schreit am Rheine auf und nieder, ein Knappe Rolands, eil ich durch das Land, den offenen Helm in ausgestreckter Hand, ruf ich euch zu: gebt ihm den Bogen wieder. Des Ritters Gut, von dannen trug's der Wind!" Der Erfolg übertrifft des Dichters Erwartungen. Von allen Seiten kommen Spenden. Der Rolandsbogen wird aufgebaut.
Am Fußweg von Rolandswerth zum Rolandsbogen befindet sich in Erinnerung an den Dichter, das Freiligrath-Denkmal. 

Das Tempelchen

Hierbei handelte es sich um einen Aussichtspavillion unterhalb des Rolandsbogens. Dieser Pavillion, liebevoll Tempelchen genannt,  stand auf einer vorspringenden Anhöhe mit wunderschöner Aussicht auf das Rheintal. 
Im Jahre 1931 wurde das Tempelchen auf Treiben der Reichsbahn abgebaut, da es als Sicherheitsrisiko wegen der darunter liegenden neuen Bahntrasse galt.
Nach über 70 Jahren werden die Planungen für einen Wiederaufbau des Tempelchen konkreter.  

Die Gaststätte

Vom Rolandsbogen mit seiner gehobenen Gastronomie aus genießt man eine Panoramaaussicht auf das Rheintal, das Siebengebirge und das Kloster Nonnenwerth mit der Liszt-Platane.
Die erste Gastwirtschaft auf dem Rolandsbogen wurde 1893 eröffnet. Sophie, eine der vier Töchter des damaligen Wirts, soll so schön gewesen sein, dass allein wegen ihr viele Verehrer zum Rolandsbogen wanderten.
Unter Ihnen auch der Heimatdichter Jörg Ritzel. Er widmete Sophie ein Gedicht, das später vertont wurde. „Ich kam von fern gezogen zum Rhein, zum Rhein, beim Wirt zum Rolandsbogen, da kehrt ich ein. Ich trank mit seiner Base auf du und du“, heißt es im Original.
Als sich die Verehrer um Sophie scharten, muss auch Konrad Adenauer zu Gast gewesen sein. Seine Herzensangelegenheit war aber Emma Weyer. Sie eröffnete 1902 dort oben ihrem Bruder: „Ich habe mich soeben mit Adenauer verlobt.“ 
Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton war neben anderen Persönlichkeiten schon Gast auf dem Rolandsbogen. 
Nur das schnelle Eingreifen der umliegenden Feuerwehren konnte im Januar 2002 verhindern, dass die Gaststätte durch ein Feuer ausbrannte.