Der Rolandsbogen

Der Rolandsbogen, hoch über Rolandswerth gelegen ist der Überrest einer alten Burg. Die Burg lies Erzbischof Friedrich I. von Köln 1122 erbauen. 1475  von den Kaiserlichen im Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund erstürmt und zerstört, nur der besagte Bogen blieb erhalten. 
Sage und Geschichte ranken sich jedoch um Ritter Rolands Burg. Darin will er mit seiner Liebe leben, mit Hildegund, der Tochter des Drachenfelsritters Heribert. Doch Hildegund erhält Kunde, dass ihr Roland auf einem Feldzug getötet worden wäre. Die Braut geht aus Trauer ins Kloster Nonnenwerth. Aber Roland lebt. Nun ist es ihm für immer versagt, seine Hildegund in die Arme zu schließen. Ihm bleibt nur, die Geliebte aus einem Fenster der Burg Rolandseck von Ferne zu sehen.
Der Germanist Karl Simrock sieht in der Sage die schönste des Rheinlands und vergleicht sie mit „Romeo und Julia".
Am 28. Dezember 1839, es ist in stürmischer Nacht, stürzt der Rolandsbogen ein. Am 12. Februar 1840 erscheint Ferdinand Freiligraths Gedicht „Ich stehe bittend da; ich schreit am Rheine auf und nieder, ein Knappe Rolands, eil ich durch das Land, den offenen Helm in ausgestreckter Hand, ruf ich euch zu: gebt ihm den Bogen wieder. Des Ritters Gut, von dannen trug's der Wind!" Der Erfolg übertrifft des Dichters Erwartungen. Von allen Seiten kommen Spenden. Der Rolandsbogen wird aufgebaut.
Am Fußweg von Rolandswerth zum Rolandsbogen befindet sich in Erinnerung an den Dichter, das Freiligrath-Denkmal. 

Das Tempelchen

Hierbei handelte es sich um einen Aussichtspavillion unterhalb des Rolandsbogens. Dieser Pavillion, liebevoll Tempelchen genannt,  stand auf einer vorspringenden Anhöhe mit wunderschöner Aussicht auf das Rheintal. 
Im Jahre 1931 wurde das Tempelchen auf Treiben der Reichsbahn abgebaut, da es als Sicherheitsrisiko wegen der darunter liegenden neuen Bahntrasse galt.
Nach über 70 Jahren werden die Planungen für einen Wiederaufbau des Tempelchen konkreter.  

Die Gaststätte

Vom Rolandsbogen mit seiner gehobenen Gastronomie aus genießt man eine Panoramaaussicht auf das Rheintal, das Siebengebirge und das Kloster Nonnenwerth mit der Liszt-Platane.
Die erste Gastwirtschaft auf dem Rolandsbogen wurde 1893 eröffnet. Sophie, eine der vier Töchter des damaligen Wirts, soll so schön gewesen sein, dass allein wegen ihr viele Verehrer zum Rolandsbogen wanderten.
Unter Ihnen auch der Heimatdichter Jörg Ritzel. Er widmete Sophie ein Gedicht, das später vertont wurde. „Ich kam von fern gezogen zum Rhein, zum Rhein, beim Wirt zum Rolandsbogen, da kehrt ich ein. Ich trank mit seiner Base auf du und du“, heißt es im Original.
Als sich die Verehrer um Sophie scharten, muss auch Konrad Adenauer zu Gast gewesen sein. Seine Herzensangelegenheit war aber Emma Weyer. Sie eröffnete 1902 dort oben ihrem Bruder: „Ich habe mich soeben mit Adenauer verlobt.“ 
Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton war neben anderen Persönlichkeiten schon Gast auf dem Rolandsbogen. 
Nur das schnelle Eingreifen der umliegenden Feuerwehren konnte im Januar 2002 verhindern, dass die Gaststätte durch ein Feuer ausbrannte.